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Begegnungsfest im Kosovo

Bericht in den HEP-Informationen 2/05

Seit einigen Jahren bemühen wir uns, gemeinsam mit den kosovarischen Mitarbeitern vor Ort, die Behindertenarbeit hier aufzubauen und somit dieser Arbeit auch in der Gesellschaft die entsprechende Bedeutung zu verleihen.
Dabei konnten wir immer mehr feststellen, dass die Behinderten und ihre Angehörigen die Betreuung und Förderung annehmen und somit auch offener für Angebote wurden. Außerdem entwickelt sich auch immer mehr das Verständnis für die Notwendigkeit, sich selbst mit einzubringen. Aufgrund dieser Erfahrungen und Entwicklungen wollten wir alle gemeinsam nun die Öffentlichkeit stärker mit einbeziehen.
Anfang April dieses Jahres waren diesmal mehrere Mitarbeiter der Hilfsorganisationen aus Deutschland und der Schweiz gleichzeitig in Malisheva. Grund dafür war die Vorbereitung und Durchführung eines ersten gemeinsamen Begegnungsfestes in dieser Region. Ziel war es an diesem Tag Begegnungen zwischen behinderten Menschen mit ihren Angehörigen und der Bevölkerung sowie offiziellen Vertretern aus der Gesellschaft zu ermöglichen und für „längerfristig“ in Gang zu setzen. Viele Vorbereitungen waren dazu nötig, ebenso eine Menge an Absprachen untereinander, mit Mitarbeitern, Behörden und Eltern.

Am 7. April war es dann soweit. Am Morgen bauten deutsche Kfor-Soldaten ein Zelt für die Eröffnungsveranstaltung auf. Die Räume des uns zur Verfügung stehenden Handicos-Gebäudes wurden von uns mit freiwilligen Helfern aus- oder umgeräumt.

Gegen Mittag fanden sich dann die Gäste ein. Wir waren sehr darüber erfreut, dass vor allem so viele Eltern und Angehörige mit ihren Behinderten kamen. Auch etliche Vertreter des Öffentlichen Lebens sowie eine Abordnung des deutschen Kfor-Kontigents und Freunde folgten der Einladung!

Zur Eröffnungsfeier wurde ein Baum gepflanzt


Mit Ansprachen von verschieden Vertretern unserer Vereine, aber auch von Eltern und Öffentlichen Vertretern begann diese Eröffnungsveranstaltung. Begleitet wurde dieser Teil des Festes von kosovarischen und deutschen Liedern, welche von den kosovarischen, deutschen und schweizerischen Mitarbeitern gemeinsam gesungen wurden. Danach wurde unter großer Anteilnahme auf dem Gelände von Handicos (wo auch unsere Zentrale ist) ein Baum gepflanzt, der das Wachsen dieser Arbeit sowie die Entwicklung des eigenständigen kosovarischen Vereins MedNa begleiten und gleichzeitig an diesen ersten gemeinsamen Tag erinnern soll.

Danach konnten sich die Gäste anhand von Informationstafeln, Fotos und durch Gespräche über diese Arbeit informieren. Auf dem Gelände vor dem Gebäude wurden Spiele für alle angeboten, welche offensichtlich gemeinsam viel Freude bereiteten. Außerdem war für das leibliche Wohl gesorgt, bei dessen Verzehr die zahlreichen Besucher gut miteinander ins Gespräch kamen.

Wir sind sehr froh, dass dieses Fest so gut angenommen wurde. Das hilft gleichzeitig auch uns als Grundlage und Motivation für diese Arbeit. Ein Vater eines geistig behinderten Jungen dankte in seiner Rede ausdrücklich den ausländischen Mitarbeitern und allen Spendern!

Der Tag klang mit vielen Gesprächen mit Angehörigen aus, die uns in ganz unterschiedlicher Art und Weise von ihren Nöten berichteten und uns baten, sie weiterhin zu unterstützen.

Positive Resonanz in der Öffentlichkeit

Enorm war die Resonanz in der Bevölkerung, von diesem Tag wurde (untereinander) sehr viel berichtet. Außerdem berichteten verschiedene Zeitungen und auch ein Radiosender darüber. Wir hoffen, dass auch diese Berichterstattung dazu beiträgt, die Anliegen behinderter Menschen und ihrer Angehörigen stärker und dauerhaft zu unterstützen.

Nicht zuletzt möchte ich mich nochmals für die bisherige Unterstützung und Hilfe recht herzlich bedanken! Gleichzeitig möchte ich Sie bitten, uns weiterhin nach Ihren persönlichen Möglichkeiten zu unterstützen - auch viele kleine Spenden helfen sehr viel. Es lohnt sich! Je mehr Sie uns helfen, umso mehr können wir helfen!


Mit freundlichen Grüßen
Johannes Tittel