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Sterben, Tod und Trauer bei Menschen mit geistiger Behinderung

23.11.2011 - 21.09.2012

Sterben Tod und Trauer bei Menschen mit einer Behinderung

 

Die Begleitung von Menschen mit einer Behinderung bis ins hohe Alter und bis zum Lebensende ist Auftrag vieler Wohneinrichtungen für Menschen mit einer Behinderung. Heilerziehungspfleger sind in der Begleitung im Wohnen oft mit die engsten Bezugspersonen der Bewohner und Bewohnerinnen. Vor diesem Hintergrund sind sie Ansprechpartner sowohl für den Sterbenden als auch für die Bewohner und Bewohnerinnen, die im Trauerprozess sind.

 

Seminarbeschreibung
Menschen mit geistiger Behinderung erreichen erstmals nach der nationalsozialistischen Vergangenheit Deutschlands – das Seniorenalter. Fachkräfte sind in diesem Zusammenhang zunehmend mit den Themen Sterben, Tod und Trauer konfrontiert. Aufgrund mangelnder Erfahrung und den wachsenden Anforderungen im Berufsalltag entstehen nicht selten Hilflosigkeit und Überforderung am Lebensende eines Menschen seitens der ihn umgebenden Menschen.
Die Fortbildung schafft Grundlagen für den Umgang mit Menschen mit geistiger Behinderung in ihrer letzten Lebensphase. Neben dem sterbenden Menschen selbst sind auch die Angehörigen, Mitbewohner und Mitbewohnerinnen sowie die betreuenden Fachkräfte in den Blick zu nehmen.
Dabei findet vor dem heilpädagogischen Hintergrund eine vielfältige inhaltliche Themenbearbeitung aus den Bereichen Medizin, Ethik und Recht statt. Erfahrungen aus dem beruflichen Alltag und die Erarbeitung konkreter Unterstützungsstrategien bilden den Bezug zur Praxis für die in der Behindertenhilfe Tätigen.
Aufgrund der zunehmenden Ressourcenknappheit, der die Behindertenhilfe begegnen muss, stellt sich in diesem Zusammenhang aber auch die Frage nach den Grenzen des Leistbaren. Chancen für eine entsprechende Entlastung bietet hier vor allem eine regionale Netzwerkarbeit. 

1. Baustein: Alter

  • Geronto-heilpädagogische Themen,
  • Eigene Haltung und Haltung der Organisation zu Alter, Sterben, Tod und Trauer,
  • Erfahrungen aus dem Berufsalltag,
  • Begriffsklärungen,
  • Rechtliche Aspekte und ethische Überlegungen zur Selbstbestimmung am Lebensende,
  • „Checkliste“ für den Todesfall


2. Baustein: Sterben

  • Tödliche Diagnose/ Sterbeanlässe,
  • Zum Umgang mit Grundsatzfragen,
  • Der Sterbeprozess,
  • Unterstützungsstrategien,
  • Das Hospiz- und Palliativnetzwerk am Beispiel Wiesbaden,
  • Erfahrungsberichte aus der Sterbebegleitung 

3. Baustein: Trauer

  • Trauerprozesse
  • Begleitung der Mitbewohner und Mitbewohnerinnen, Angehörigen/ Unterstützungsstrategien
  • Prozesse bei den Fachkräften
  • Einblick in ein Bestattungsunternehmen
  • Vorbereitung der Hausarbeit

4. Baustein: Herausforderungen für die Praxis

  • Konzeptarbeit
  • Kolloquium

Ziele des Seminars
Die Teilnehmenden reflektieren ihre eigenen Erfahrungen im Berufsalltag mit Sterben, Tod und Trauer und beziehen dabei ihre persönliche Haltung und die Haltung des Trägers zum Thema mit ein.
Die Kombination aus theoretischer Fundierung und persönlicher Auseinan-dersetzung mit dem Thema sowie die Erarbeitung von Arbeitsmitteln für die Praxis geben Sicherheit für die Begleitung in der letzten Lebensphase.
Neben den Selbsterfahrungsanteilen und dem angeeigneten Wissen geben die erarbeiteten Netzwerke Orientierung für eine möglichst umfassende Begleitung in der letzten Lebensphase.

Methoden
Die Bausteine werden von zwei Referentinnen gemeinsam durchgeführt. Im Baustein 2 wird sich zusätzlich eine Hospizschwester einbringen, die ihre Arbeit beim Hospizverein Auxilium in Wiesbaden darstellt. Darüber hinaus werden Sterbebegleiter/Sterbebegleiterinnen  von ihren Erfahrungen berichten. Folgende Methoden kommen zum Einsatz:

  • Vortrag
  • Einsatz von Medien
  • Präsentation
  • Gruppenarbeit
  • Arbeit im Plenum
  • Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmenden
  • Praxisbeispiele
  • Selbsterfahrung

Ein Anliegen der Fortbildung ist, den Teilnehmenden ausreichend Zeit für den Erfahrungsaustausch zu geben. Eigene Praxisbeispiele sind daher erwünscht. Für die Konzeptarbeit ist der konkrete Blick in die jeweiligen Konzepte, Aufnahmeprozesse und (Heim-)Verträge der jeweiligen Träger Voraussetzung, die die Teilnehmenden zur Fortbildung mitbringen. Da die Teilnehmenden an die Schweigepflicht gebunden sind, ist der Schutz der Daten gewährleistet.

Für den Erhalt eines Zertifikats ist eine Hausarbeit zu schreiben und ein Kolloquium zu absolvieren.

Termine:
1. Baustein: Mittwoch, 23.11.2011 bis Freitag, 25.11.2011
2. Baustein: Mittwoch, 14.03.2012 bis Freitag, 16.03.2012
3. Baustein: Mittwoch, 20.06.2012 bis Freitag, 22.06.2012
4. Baustein: Mittwoch, 19.09.2012 bis Freitag, 21.09.2012

Beginn ist jeweils um 10:00 Uhr am 1. Tag,
Ende ist jeweils um 15:00 Uhr am 3. Tag.

 

Alle Daten im Überblick finden Sie hier.

 

Ansprechpartnerinnen
Frau Dörrhöfer/Frau Lepper
Tel.: 06421-94840-30
Fax: 06421/94840-11
info@lebenshilfe-hessen.de

 

Mitglieder des Berufsverband Heilerziehungspflege in Deutschland e.V.

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